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Stimmen zu «Berufe der ICT»

Bundesrat Johann Schneider-Ammann

Von Null auf ein umfassendes Informatik-Ausbildungsangebot

Berufe wandeln sich, passen sich neuen Gegebenheiten an und gelegentlich machen sie neuen Funktionen Platz, weil sich die Nachfrage völlig verändert hat. Entsprechend entstehen neue Ausbildungs- und Arbeitsangebote, sogar neue Berufskategorien. Einmalig und beispielhaft möchte ich hier hervorstreichen, was im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien abgelaufen ist: Innerhalb von wenigen Jahrzehnten ist aus dem Schreibmaschinenmechaniker ein Informatiker geworden und es entstand ein riesiges Angebot von Informatikberufen, das völlig neue Tätigkeitsbereiche abzudecken hat. Wohl keine andere Berufsgattung erlebte in so kurzer Zeit eine vergleichbare Entwicklung und baute das Angebot von Null auf branchenübergreifend aus. Eine rasch wachsende Gemeinschaft von Selfmade-Leuten bildete die erste Generation von Informatikern. Diese «Spezialisten» der ersten Stunde waren in anderen Berufen gross geworden und kamen über das Prinzip «learning by doing» zu einem völlig neuen Beruf. Solche Quereinsteiger gab es in Dienstleistungsunternehmen, in der Industrie und natürlich auch in der Verwaltung. Inzwischen verfügt die grosse Mehrheit der Bevölkerung über Basiskenntnisse in Informatik und nur eine verschwindend kleine Minderheit entzieht sich noch den Informationstechnologien. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl stehen in unserem Land mehr Computer im Einsatz als in jedem andern europäischen Land. Mit den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien sind ebenfalls in kürzester Zeit vielfältige Ausbildungsangebote entwickelt worden: Teilweise noch junge Berufe wie Informatiker/in, Mediamatiker/in, Telematiker/in oder Detailhandelsangestellte/r Multimedia sowie branchenspezifische Weiterbildungsangebote sind zunehmend gefragt und beliebt. In der Berufsbildung und in der ter­tiären Bildung sind die Lehrgänge laufend den Bedürfnissen in Wissenschaft und Wirtschaft angepasst worden und nicht mehr aus dem Ausbildungsangebot wegzudenken.

Den besten Überblick über das grosse Angebot vermittelt zweifellos das Nachschlagewerk «Berufe der ICT – Informations- und Kommunikationstechnologien». Es informiert über die faszinierenden und spannenden Informatik-Karrieren. Mehr noch, das Standardwerk von swissICT, dem führenden Branchenverband der Informations- und Kommunikationsbranche, vermittelt den Stellenanbietern eine Übersicht darüber, was sie von den Informatikfachleuten je nach Aus- und Weiterbildung erwarten können. Das trägt zur Vereinheit­lichung der Berufsbilder bei.

Ohne ICT geht es heute nicht mehr. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir dafür sorgen, dass es genug gut ausgebildete Fachleute von hohem Niveau für die Informations- und Kommunikationstechnologien gibt. Gemeinsam mit der Branche wird mein Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) alles daran setzen, dass der Informatik-Bereich in der Schweiz ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und ein attraktives Tätigkeitsfeld bleibt. 

Johann N. Schneider-Ammann

Bundesrat

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Josef Widmer

stellvertretender Direktor des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation

Viele Wege führen zum Erfolg! Stehen Sie vor einer schwierigen Entscheidung für Ihren Ausbildungs- oder Berufsweg? Sind Sie allenfalls noch unentschlossen, in welches Berufsfeld Sie gehen wollen? Eine Karriere in der Informatik ist in diesem Fall eine mehr als valable Option! Die rasante Entwicklung in der Informationstechnologie und der Technik hat dazu geführt, dass wir alle bei der Arbeit kaum noch ohne Computer, Netzwerke usw. auskommen. Allein schon daran lässt sich erkennen, dass der Bereich der Informationstechnologien enorm an Bedeutung gewonnen hat und auch in Zukunft noch weiter gewinnen wird. In vielen Unternehmen ist Informationstechnologie zu einem geschäftskritischen Faktor geworden. Dementsprechend verändern sich auch die Anforderungen an ICT-Spezialistinnen und -Spezialisten. Viele ICT-Funktionen sind im Umbruch. Die Prioritäten verschieben sich weiter von der eigentlichen Technologie zum Geschäftsprozess. Informatik kann und muss Geschäftsprozesse erleichtern, rationeller und besser machen. Die Zukunft vieler Unternehmen wird davon abhängen, wie gut Business und ICT zusammenarbeiten. Dazu kommt, dass die Integration der Social Media für viele Unternehmen zu einem Erfordernis ersten Ranges geworden ist. In der Informatik sind somit auch in Zukunft viele Herausforderungen zu meistern, für die gut qualifiziertes ICT-Personal erforderlich ist. Die Schweiz ist für diese Qualifizierungsaufgabe gut gerüstet. Sie verfügt über ein vielfältiges, hochentwickeltes Bildungssystem. Der weitverzweigte und eng mit der Wirtschaft verknüpfte Berufsbildungsbereich ist dabei zu einem Schlüsselfaktor für den Erfolg geworden. Dies gilt gerade auch für die Informatik. Interessierten jungen Schulabgängerinnen und Schulabgängern stehen interessante und anspruchsvolle berufliche Grundbildungen wie Informatiker/in, Mediamatiker/in oder Telematiker/in zur Verfügung. Wer nach einigen Jahren Berufserfahrung einen Abschluss der höheren Berufsbildung erwirbt (z.B. ICT-Applikationsentwickler/in BP, Web Project Manager/in HFP oder Wirtschaftsinformatiker/in HF), dem stehen in der Welt der Informationstechnologien viele Wege offen. Selbstverständlich ist der Einstieg auch über eine schulisch organisierte Grundbildung, etwa eine Informatikmittelschule oder eine gymnasiale Matura mit anschliessender (verkürzter) Berufslehre möglich. Absolventinnen und Absolventen, die neben ihrer beruflichen Grundbildung auch die Berufsmaturität erwerben, steht der Weg an die Fachhochschule (Abschluss: Bachelor oder Master of Science) oder – mit einem zu­sätzlichen Passe­rel­len-Jahr – auch an die Uni­­versität offen.

Die Berufs­aus­sich­ten in der Inf­­or­ma­tik sind aus­ge­zeich­net. Bereits heute be­steht in gewissen Be­reichen ein Man­gel an gut ausgebildeten Fach­leuten. Laut einer Studie über den MINT-Fach­­­kräftemangel von 2010 werden in der Informatik bis 2018 über 30’000 solcher Fachkräfte fehlen. Das ist nicht unproblematisch für ein Land, das im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien auch künftig international mithalten will. Ihr persönlicher Beitrag ist deshalb hoch willkommen! Treten Sie ein in das faszinierende Feld der Informatik! Der Arbeitsmarkt für ICT-Spezialistinnen und ICT-Spezialisten ist jedoch in ständiger Bewegung, neue Tätigkeitsfelder entstehen und Qualifikationsanforderungen verändern sich. Neben der fachlichen Qualifikation wird es für junge Berufsleute immer bedeutsamer, sich für ihren individuellen Karriereweg Schlüsselkompetenzen anzueignen – dazu gehören übrigens auch gut entwickelte Soft-Skills – und möglichst früh die eigene Bildungs- und Berufslaufbahn zu planen. Gerade dafür ist die vorliegende Publikation überaus nützlich. Sie enthält alle wesentlichen Informationen über Aus- und Weiterbildungsangebote im Bereich der Informatik und hilft Ihnen bei der Planung ihres individuellen Karriereweges. Kaum ein Berufsfeld bietet derart vielversprechende berufliche Perspektiven wie die Informatik. Steigen Sie ein und holen Sie sich das nötige Wissen und Können! Ihre innovativen Ideen und ihre Arbeitskraft werden in Zukunft gefragt sein. Ich wünsche Ihnen dabei viel Freude und Befriedigung!

Josef Widmer, stellvertretender Direktor des Staatssekretariates für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI)

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Dr. Thomas Flatt

Sie wollen Eisenbahner oder Pilot werden? Sie wollen den Amazonas-Regenwald retten oder das Börsengeschehen verstehen? Oder würden Sie lieber Fussball-Match-Analysen verbessern? Vielleicht Roboter entwickeln oder mit Medikamenten gegen Krebs Leben retten? Wenn Sie diese Themen begeistern, dann können Sie in die Informatik, nein, dann müssen Sie in die Informatik. Denn weder Finanzdienstleister noch Naturschützer oder Medikamentenhersteller können ohne Informatik auskommen.
Speziell in der ICT kann man persönliche Interessen gut mit dem Beruflichen verbinden und sieht zudem tief in eine Unternehmung hinein. Denn sinnvolle ICT-Lösungen basieren darauf, dass Informatiker ihre Arbeitgeber oder Kunden sowie deren Bedürfnisse und Prozesse richtig analysieren und wirklich verstehen.

In jedem Wirtschaftszweig braucht es Informatiker aller Kompetenzstufen, und man muss dafür nicht ins Silicon Valley oder nach Indien auswandern, ICT-Fachleute braucht es im Wallis ebenso wie in Zürich oder Lugano. 210’800 Menschen arbeiten aktuell in der Schweizer ICT und es fehlen Tausende von qualifizierten Fachkräften. Studien zeigen, dass dies leider noch lange so bleiben könnte. Diese Ausgangslage bietet jeder ICT-Fachkraft gute Chancen: vielfältige Perspektiven, attraktive Arbeitsbedingungen sowie moderne Betriebskulturen mit flachen Hierarchien und viel Freiraum.
Damit geht einher, dass Schweizer IT-Firmen seit Jahren als ausgezeichnete Arbeitgeber beurteilt werden. Dies zeigt sich in den Untersuchungen des «Great Place to Work Institute» wie auch auf verschiedenen Arbeitgeberbewertungs-Plattformen.

Gleichzeitig dürfen wir stolz sein, dass die Schweizer ICT seit Langem Herausragendes leistet, hierzulande wurden z.B. die Computermaus und das «World Wide Web» erfunden sowie ein Drittel des Core von «Android» entwickelt, dem führenden Betriebssystem von Smartphones. Und – lassen Sie sich dies auf der Zunge zergehen – der Schweizer Software-Export ist ökonomisch bedeutender als unsere Ausfuhr von Schokolade.
Diese Kurzanalyse zeigt: Die Schwei­zer ICT ist innovativ, er­folg­reich und bietet ausgezeichnete Per­spektiven für Applikations-Ent­wickler, Netzwerk-Spe­zia­li­sten, Business-Ana­ly­s­ten, Pro­jek­tleiter und viele andere Berufe, die in diesem Buch detailliert beschrieben werden.
Aber was zeichnet eigent­lich eine ICT-Fach­kraft aus? Analytisches Talent, kom­­­mu­nikative Fähigkeiten und solide Aus- und Weiterbildungen stehen im Zentrum, dazu der Wille, höchste Schweizer Qualitäts-Standards zu erreichen

Studieren Sie «Berufe der ICT» also gründlich, das Standardwerk beschreibt und standardisiert Dutzende von beruflichen Möglichkeiten in unterschiedlichen Branchen und zeigt auf, welche Fach- und Methodenkompetenzen dafür nötig sind. Aber ebenso wird klar, welches Business-Wissen und welche Persönlichkeitsmerkmale im Zentrum stehen.

Was Sie für Ihre Berufswahl Informatiker/in erhalten? Neben allen faktischen Vorteilen erhalten Sie die Gewissheit, in einer Science-Fiction-Branche zu arbeiten und wesentlich für Wohlstand, Sicherheit und Lebensqualität in der Schweiz zu sorgen. Und das ist viel wert.

Dr. Thomas Flatt

Präsident swissICT

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